Spritzgussteile aus PEI

PEI (Polyetherimid) gehört zur Gruppe der amorphen Hochleistungskunststoffe und zeichnet sich durch eine Kombination aus hoher Wärmeformbeständigkeit und mechanischer Festigkeit, die durch Zusatz von z.B. Glasfasern weiter erhöht werden kann.

PEI weist ähnliche Eigenschaften wie Polyarylsulfone (z. B. PSU) auf, verfügt jedoch über eine höhere Dauergebrauchstemperatur von bis zu etwa 170 °C sowie eine höhere Steifigkeit und Formstabilität. Darüber hinaus zeichnet sich der Werkstoff durch eine hohe Kriechfestigkeit und eine inhärente Flammbeständigkeit aus. Im Vergleich zu PEEK kann PEI eine wirtschaftlichere Alternative mit sehr guten mechanischen Eigenschaften darstellen, sofern die Anforderungen an Chemikalienbeständigkeit und Dauergebrauchstemperatur dies zulassen.

Typische Einsatzbereiche für Spritzgussteile aus PEI finden sich in der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt sowie der Elektrotechnik. Häufige Anwendungen sind elektrische Isolationsbauteile, Steckverbinder, Komponenten für medizinische Geräte, Strukturbauteile mit hohen Temperaturanforderungen und elektrischen Isoliereigenschaften.

Strukturformel von Polyetherimid (PEI)

Vorteile von PEI

  • Hohe Festigkeit und Steifigkeit

  • Sehr dimensionsstabil

  • Gute Elektrische Isoliereigenschaften

  • Hohe Kriechfestigkeit

  • Gute Sterilisierbarkeit

Technische Daten

  • Schmelzpunkt: 360 °C

  • Verarbeitungstemperatur: 330 °C bis 400 °C

  • Dichte: 1,61 g/cm³

  • Zugfestigkeit: 180 MPa

  • Flammwidrig: UL94 V-0