Spritzgussteile aus PFA

PFA (Perfluoralkoxy) gehört zur Gruppe der vollfluorierten Hochleistungskunststoffe und kombiniert die außergewöhnliche Chemikalienbeständigkeit von PTFE mit der für den Spritzguss entscheidenden Schmelzverarbeitbarkeit. Dadurch eignet sich PFA besonders für komplexe Bauteilgeometrien, die unter extremen thermischen und chemischen Belastungen zuverlässig funktionieren müssen.

PFA besitzt von allen üblicherweise im Spritzguss eingesetzten Fluorpolymeren die höchste Dauergebrauchstemperatur von bis zu etwa 260 °C und ist mechanisch belastbarer als FEP. Gegenüber ETFE weist PFA eine höhere chemische Beständigkeit auf, besitzt jedoch eine geringere mechanische Festigkeit sowie eine niedrigere Verschleißfestigkeit.

Typische Einsatzbereiche für Spritzgussteile aus PFA finden sich in der Halbleiterindustrie, der Chemie- und Verfahrenstechnik, der Medizintechnik sowie der Analytik und Labortechnik. Häufige Anwendungen sind Ventilkomponenten, Pumpenteile, Hochreinheitsleitungen, Dichtungen, Sensorgehäuse sowie medienführende Bauteile für aggressive Chemikalien.

Strukturformel von Perfluoralkoxy-Copolymer (PFA)

Vorteile von PFA

  • Sehr hohe Chemikalienbeständigkeit

  • Sehr hohe UV- und Witterungsbeständigkeit

  • Geringe Reibung und hohe Oberflächenreinheit

  • Hervorragende dielektrische Eigenschaften

  • Fast keine Wasseraufnahme

Technische Daten

  • Schmelzpunkt: ~ 310 °C

  • Verarbeitungstemperatur: 380 °C – 450 °C

  • Zugfestigkeit: > 20MPa

  • Bruchdehnung: > 300%

  • Flammwidrig: UL94 V-0